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Waltensburger Meister

gestorben ca. 1350. Über die Herkunft des Malers, Haupt einer Malerwerkstatt, ist nichts bekannt. Er wird deshalb nach einem seiner Hauptwerke in Waltensburg/Vuorz genannt. Gemäss der jüngeren Forschung stammt er aus dem Bodenseeraum, Eigenheiten der Maltechnik verweisen aber auf Einflüsse aus dem Süden, wobei diese auch über spätrom. Werkstatttraditionen in Graubünden vermittelt sein könnten. Seine Wanderwerkstätte schuf in der 1. Hälfte des 14. Jh. eine nördlich der Alpen einzigartige Freskengruppe, von der sich in Graubünden 15 sakrale Malereien - u.a. in Waltensburg/Vuorz, in der Churer Kathedrale (um 1330) sowie in Dusch, Clugin, Lüen und in den Kirchen S. Gieri/St. Georg und St. Paul in Rhäzüns (2. Viertel 14. Jh.) - sowie Szenen zu ma. Heldenepen (Schloss Brandis in Maienfeld, 1. Drittel 14. Jh.) erhalten haben.


Literatur
– A. Raimann, Got. Wandmalereien in Graubünden, 1983
– J. Michler, Got. Wandmalerei am Bodensee, 1992

Autorin/Autor: Marc-Antoni Nay