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Vaucher, Edouard

geboren 5.3.1801 Fleurier (heute Gem. Val-de-Travers), gestorben 5.5.1874 Mülhausen, ref., von Fleurier, ab 1862 franz. Staatsbürger. Sohn des Jonas Louis, Uhrmachers, und der Marie-Louise geb. Grandjean. ∞ 1) 1825 Anne Schoen, Tochter des Frédéric, Kaufmanns, 2) 1846 Cécile Elisabeth Luya, Tochter des Jean-Etienne, Hauptmanns in franz. Diensten. Lehre bei der Bank de Meuron in Paris, ansonsten Autodidakt. Ab 1824 leitete V. die Zweigstelle der Bank de Meuron in Mülhausen, später gründete er das Handelsunternehmen Edouard Vaucher et Cie., das sich auf Rohbaumwolle und Fertigfabrikate spezialisierte. 1851 rief V. in Fleurier eine Uhrmacherschule für mittellose Kinder der Gem. ins Leben. Da die Schule seine Erwartungen nicht erfüllte, entschied er sich 1861 für eine Umnutzung in ein Spital, das seine Tore 1868 öffnete.


Literatur
– E.-A. Klauser, L'hôpital de Fleurier, 1868-1968, 1968, 7-9
– N. Stoskopf, Les patrons du second Empire: Alsace, 1994, 230-233
– A.-M. Cruchaud, «Ecole d'horlogerie Fleurier», in Dix écoles d'horlogerie suisses, hg. von E. Fallet, A. Simonin, 2010, 353-388

Autorin/Autor: Nicolas Schreck / CBA