19/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Corcelles (BE)

Polit. Gem. BE, Bez. Moutier. Strassendorf am östl. Ende des Grand Val oder Cornet mit einigen Höfen am Mont Raimeux. 1181 Corcellis (unsicher). 1745 90 Einw.; 1850 180; 1900 187; 1950 198; 2000 209. An der Sprachgrenze gelegen; 2000 sprachen 15% der Bevölkerung deutsch. Bis 1797 gehörte C. zur Propstei Moutier-Grandval, dann zu den franz. Dep. Mont-Terrible und Oberrhein, bis die Gem. 1815 zu Bern kam. 1863 schlossen sich Bürger- und Einwohnergem. zusammen. C. unterstand immer der Pfarrei bzw. Kirchgem. Grandval, die seit 1531 ref. ist. Die Eisenverhüttung hat in C. Tradition, Überreste von Installationen zur Erzwäsche und von Niederschachtöfen sind erhalten. Die Schmiede mit hydraul. Hammer (Werkzeugschmiede 1791-1955) wurde restauriert und in ein Museum umgewandelt (1987-93). Eisenerz wurde gefördert, 1830-42 für die Hochöfen Ludwig von Rolls. Da C. abseits bedeutender Strassenachsen liegt, brachte auch die 1904-08 erstellte Eisenbahnverbindung Moutier-Solothurn mit Viadukt in C. das Dorf nicht aus seiner Isolation heraus. Seit 1967 besteht eine übergemeindl. Zusammenarbeit (Wasserversorgung vom Mont Raimeux, Kläranlage, Primarschule).


Literatur
Les intérêts de nos régions, 1983
Classeur des statistiques régionales, 1994

Autorin/Autor: François Wisard / SK