Bévilard

Ehemalige politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Moutier, Verwaltungskreis Berner Jura, seit 2015 zusammen mit Malleray und Pontenet Teil der neuen Gemeinde Valbirse. Dorf im Tal von Tavannes (oberes Birstal), mit Malleray zusammengewachsen. 1182 Bevilar, dt. früher Bewiler. 1770/71 152 Einw.; 1818 200; 1850 294; 1900 652; 1950 1'130; 1970 1'952; 2000 1'666. Im 13. und 14. Jh. sind Edle von B. bezeugt. B. gehörte bis 1797 zur Propstei Moutier-Grandval, einer Vogtei des Fürstbistums Basel, danach zu Frankreich (Dép. Haut-Rhin). 1815 kam die Einwohner- und Bürgergemeinde B. mit dem ganzen Münstertal zu Bern. Die Pfarrkirche Saint-Georges wurde 1263 erstmals erwähnt. Das Kirchenpatronat besassen im 15. Jh. die Stadt Biel, im 16. Jh. die Abtei Bellelay, im 17.-18. Jh. der Fürstbf. von Basel. 1531 wurde die Reformation eingeführt. Die Pfarrei umfasste B., Malleray, Pontenet und ab dem 18. Jh. Champoz. Sornetan war bis 1746 Filiale von B. Die bestehende Kirche wurde 1716 gebaut. B. war bis zum Bau der Bahnlinie Basel-Delsberg-Biel 1877 (Bahnhof B.-Malleray) ein Bauerndorf. Danach bewirkten die Maschinen- und Uhrenfabriken (1882 Zahnradfabrik Hélios, 1915 Maschinenfabrik Schäublin) ein Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, das in der Krise der 1970er und 80er Jahre einen Rückschlag erlitt.


Literatur
Malleray B., 1994

Autorin/Autor: François Wisard / AW