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Richard, Marc-Eugène

geboren 9.5.1843 Genf, gestorben 30.4.1925 Genf, ref., von Genf. Sohn des Charles-Jacques, Pfarrers, und der Isaline Jeanne Louise geb. Bedot. ∞ 1879 Eugénie-Emma Grosjean, Tochter des Henri-Etienne, Uhrmachers. Theologiestud. an der prot. Fakultät in Montauban (Languedoc), Rechtsstud. an der Univ. Grenoble, 1864 Lizenziat der Rechte in Paris, 1869 Dr. iur. in Genf. 1864-66 Legationssekr. bei der schweiz. Gesandtschaft in Florenz, 1866-68 Sekr. des franz. Senators Désiré Leblond in Paris. 1870-1900 Anwalt in Genf, 1917-24 Richter am Kassationsgericht. 1886-95 o. Prof. für Handelsrecht an der Univ. Genf. 1876-78 Gemeinderat (Legislative) von Genf. 1874-76, 1878-80, 1884-86, 1892-1901 und 1904-10 demokrat. Genfer Grossrat, 1889-1900 Staatsrat (bis 1897 Bildung, dann Baudep.). 1890-93 Nationalrat, 1893-1914 Ständerat (1914 Präs.). Als Bundesparlamentarier setzte R. sich für einen föderativ organisierten Staat ein und wandte sich gegen das sog. Rückkaufgesetz von 1897, das zur Gründung der SBB führte, sowie das Nationalbankgesetz von 1905. Freimaurer. 1891-1920 Verwaltungsrat der Ersparniskasse Genf und 1896-1920 der Jura-Simplon-Bahn.


Literatur
Livre du Recteur 5, 329
– Gruner, Bundesversammlung 1, 965 f.

Autorin/Autor: Jacques Barrelet / CN