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No 2

Zangger, Hans Rudolf

geboren 30.11.1826 Mönchaltorf,gestorben 6.3.1882 Zürich, ref., von Mönchaltorf, Uster und Zürich. Sohn des Hans Ulrich, Kleinbauern, und der Regula geb. Kunz. ∞ 1) 1848 Margaretha Billeter, Tochter der Anna Margaretha, 2) 1861 Regina Zollinger, Tochter des Johann Ludwig. Schulen in Mönchaltorf und Egg, 1842-45 Tierarzneischule in Zürich, 1846 Tierarztpatent. 1846-47 Praktikum in Weiningen (ZH), 1848-49 Studienaufenthalte in Lyon und Toulouse. Ab 1849 Prosektor und Lehrer, 1856-82 Direktor der Tierarzneischule, daneben Privatpraxis. 1856-82 Sanitätsrat, 1866-82 Eidg. Viehseuchenkommissär, 1869-82 Eidg. Oberpferdearzt. 1854-78 und 1880-82 Zürcher Gross- bzw. Kantonsrat (1870 sowie 1877-78 Präs.), 1868-69 demokrat. Verfassungsrat und Mitglied der 35er-Komm., 1866-75 Nationalrat, 1875-78 Ständerat. Z. bemühte sich um den Ausbau der Tierarzneischule sowie generell um die Hebung der tierärztl. Berufsausbildung und des Veterinärwesens in der Schweiz. Als international anerkannter Experte veröffentlichte er zahlreiche Schriften zur Rinder- und Pferdezucht sowie zu seuchenpolizeil. Fragen und arbeitete an Militärreglementen und Bundesgesetzen mit. Seine Beziehungen zur Landwirtschaft kamen ihm auch als führendem demokrat. Politiker zugute. In den eidg. Räten engagierte sich Z. für die Totalrevision der Bundesverfassung von 1874 und das Fabrikgesetz von 1877. Langjähriger Präs. der Gesellschaft schweiz. Tierärzte, 1880 Ehrenmitglied des Royal College of Veterinary Surgeons. 1879 Oberst.


Literatur
– Gruner, Bundesversammlung 1, 129 f.
– C. Senn, Die Entwicklung der Zürcher Tierarzneischule in den Jahren 1856 bis 1882, [1981]
– E. Kleiner, Vorlesungen von Rudolf Z. und Alois Renggli an der Tierarzneischule Zürich, 2008

Autorin/Autor: Markus Bürgi