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Wieland, Johann Jakob

geboren 1.1.1783 Thalwil, gestorben 31.12.1848 Thalwil, ref., von Thalwil. Sohn des Hans Jakob, Landwirts und Gemeindepräs., und der Katharina Wunderli. ∞ 1811 Dorothea Rellstab, Tochter des Hans Heinrich, Müllers. Schule in Thalwil, Erziehungsanstalt in Orbe, anschliessend kaufmänn. Lehre in Lausanne. Buchhalter in Lausanne, später Teilhaber der Mühle in Langnau am Albis. Ab 1814 Teilhaber der Baumwollhandlung Kölliker, Wieland u. Co. in Thalwil. Nach einer Reise nach England gründete W. 1825 in Langnau am Albis eine Baumwollspinnerei. 1824-28 war er liberaler Gemeindepräs. in Thalwil, 1830-39 Bezirksrat sowie Mitglied der Bezirksschulpflege, 1830-39 und 1840-48 Zürcher Kantonsrat, 1831 Tagsatzungsgesandter, 1845-47 Regierungsrat (Finanzdirektor) und 1848 Nationalrat. W., der zum Kreis um Alfred Escher gehörte und für seine gemässigte Haltung bekannt war, erwarb sich Verdienste auf Gemeinde- und Bezirksebene, so 1835 als Mitgründer und erster Präs. der Sekundarschule Thalwil sowie als Mitgründer einer Arbeitsschule für Mädchen und einer Kleinkinderschule. Oberst.


Literatur
NZZ, 1849, Nr. 20
– Gruner, Bundesversammlung 1, 126

Autorin/Autor: Susanne Peter-Kubli