10/08/2011 | Rückmeldung | PDF | drucken

Schlosswil (Gemeinde)

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Konolfingen, Verwaltungskreis Bern-Mittelland. S. liegt am Übergang vom Aare- ins Emmental und umfasst das Dorf S., den Ortsteil Thali und die Weiler Öli, Weiergut und untere Mühle sowie bis 1980 auch Oberhünigen. 1146 Wilare; bis 1902 Wyl. 1764 195 Einw.; 1850 954; 1900 821; 1950 846; 2000 656. Bronzezeitl. Einzelfund im Dorf; unbestimmter figürl. Granitblock; röm. Funde (Schlossallee). Bis 1798 war das Zelgdorf ein Niedergericht der Herrschaft Wil, die mit Burg und Domäne die wenigen Höfe und Taunerhäuser (Thali) dominierte. Gewerbe siedelte sich erst im 18. Jh. an. Die 1239 erw. Kirche mit Germanuspatrozinium war eine Stiftung der Herrschaft; der heutige Bau stammt von 1660. 1807 kam der Kirchensatz an den Staat Bern. Die Kirchgem. umfasste auch den entfernten Weiler Oberhünigen. Daraus ging 1834 die Gem. Wyl mit den Ortsgem. Wyl und Oberhünigen hervor. Im gleichen Jahr entstand das Gemeindehaus. Landwirtschaft, Kleingewerbe und die Bezirksverwaltung im Schloss sind Arbeitgeber am Ort; um 2000 arbeiteten 75% der Erwerbstätigen im Raum Bern-Thun. 1974-78 bzw. 1989-92 entstanden neue Quartiere.


Literatur
– E. Werder, Schloss und Herrschaft Wil, 1938
– U. Boos, Bauinventar der Gem. S., 1999

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler