20/10/2010 | Rückmeldung | PDF | drucken

Riederalp

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Polit. Gem. VS, Bez. Östl. Raron, 2003 aus der Fusion der Gem. Goppisberg, Greich und Ried-Mörel hervorgegangen. 2000 527 Einw. Diese drei Gem. oberhalb von Mörel bewirtschafteten teils gemeinsame Alpen auf der darüberliegenden Hochterrasse (ca. 1'930 m). Aus diesen Alpen entstand in der 2. Hälfte des 20. Jh. der beliebte Sommer- und Winterkurort R., mit zu Beginn des 21. Jh. ca. 4'500 Fremdenbetten und einem weitläufigen Skigebiet. Diese Entwicklung führte zu einer vermehrten Zusammenarbeit der drei Gem., etwa in der Verwaltung und im Tourismus, sowie zu einer markanten Verschiebung der Bevölkerung auf die R., bis die Gem. schliesslich aus finanziellen Gründen fusionierten. An die Ära des klass. Tourismus erinnert die 1900-01 erbaute Villa Cassel des engl. Financiers Sir Ernest Cassel auf der Riederfurka, in der er mit Fam. und Gästen (u.a. dem jungen Winston Churchill) jeweils den Sommer verbrachte. Die im Naturschutzgebiet Aletschwald gelegene Villa beherbergt heute das Pro Natura Zentrum Aletsch. R. gehört zur Bergregion Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn (seit 2001 Unesco-Weltnaturerbe).


Literatur
Kdm VS 3, 1991, 265-282
– E. Kummer, Aletsch, 2000

Autorin/Autor: Anton Riva