13/11/2008 | Rückmeldung | PDF | drucken

Mirchel

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Konolfingen. Kleingem. im oberen Kiesental mit Dorf M., Weiler Gmeis, Hofgruppen und Einzelhöfen. 1320 Mirchlon. 1764 250 Einw.; 1850 421; 1900 474; 1950 447; 2000 491. Funde aus der Latènezeit am Galgenhubel-Äbnit (Grab mit Beigaben) und Neuhus-Ruscheli (Eisenmassel). M. gehörte zum Niedergericht der Freiherrschaft Signau, ab 1529 zur bern. Landvogtei Signau, hochgerichtlich zum Landgericht Konolfingen (ab 1803 Oberamt, seit 1831 Amtsbez. Konolfingen). Es pflegte eine Wald- und Weidegemeinschaft mit Dorfgem. des oberen Kiesentals, löste sich aber 1679 von dieser und teilte seine Allmend auf die Höfe auf. M. gehört zur Kirchgem. Grosshöchstetten (1874 Pfarrkreis Zäziwil). Da die in den 1970er Jahren einsetzende Bautätigkeit auf das Ortsbild Rücksicht nahm, wirkt die Gem. immer noch bäuerlich. Zwei Drittel der Erwerbstätigen waren 2000 Wegpendler, v.a. in die Nachbargem. und die Region Bern. Überregionales Kultur-, Schulungs- und Ferienzentrum Gasthof Appenberg.


Literatur
– F. Häusler, Das Emmental im Staate Bern bis 1798, 2 Bde., 1958-68
– S. Brenner, Bauinventar der Gem. M., 1992

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler