11/12/2007 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Herbligen

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Konolfingen. H. liegt im unteren Kiesental und umfasst die Weiler H., Hubel und Helisbühl sowie Einzelhöfe. Teil der Kirchgem. Oberdiessbach (Pfarrkreis Matte). 1302 Herblingen. 1764 192 Einw.; 1850 355; 1900 302; 1950 425; 2000 500. Am Eggrain/Wolfenburg existiert eine eindrückliche prähist. Wehranlage, und ob Helisbühl wurde ein Hügel künstlich hergerichtet. Im SpätMA waren Bürger von Bern und Thun in H. begütert, das dem Freigericht Steffisburg, hochgerichtlich indes dem Landgericht Konolfingen unterstellt war. Die Schulgemeinschaft ab 1665 mit Brenzikofen (Schulhaus Helisbühl) wurde 1834 aufgegeben, 1973 aber wieder erneuert. Das Bauerndorf mit Kleingewerbe erhielt seit den 1980er Jahren vermehrt Zuzug durch den Bau von Einfamilienhäusern im Hubel. Damit wuchs der Anteil an Wegpendlern nach Bern und Thun auf rund zwei Drittel. In H. wird ein Zentrum des Evang. Brüdervereins (u.a. Kurhaus, Druckerei) geführt.


Literatur
– H.C. Waber, Das Amt Konolfingen, 1991
– E. Schneeberger, V. Steingruber, Bauinventar der Gem. H., 2000
Gesamtmelioration Oppligen-H.-Brenzikofen 1991-2003, 2003

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler