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Saxeten

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Interlaken, Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli. Berggem. im Talkessel des Saxetbachs (Zufluss der Lütschine) mit dem Dorf S. 1303 Sachsaton. 1764 56 Einw.; 1850 120; 1900 170; 1950 112; 2000 128. Im MA gehörte S. zur Herrschaft Unspunnen. Bei der Erbteilung Ende des 13. Jh. kam das Dorf S. halb an die Frh. von Weissenburg (Herrschaft Weissenau), die ihren Anteil 1334 dem Kloster Interlaken verkauften, halb blieb es bei Unspunnen, mit dem es um 1500 an Bern überging. 1348-49 nahm S. an der Empörung der Oberländer gegen das Kloster teil. Nach dessen Säkularisation 1528 unterstand S. nun Bern zwar ganz, wurde aber in zwei Gerichten, dem Niedergericht Unspunnen sowie dem Freigericht Interlaken, verwaltet, die ab 1762 beide zur Landvogtei Interlaken gehörten. S. zählte seit jeher zur Pfarrei bzw. Kirchgem. Gsteig bei Interlaken. Die Bewohner der Gem. leben nach wie vor von der Vieh- und Alpwirtschaft und vom Ausflugstourismus (Skilift, Ferienwohnungen). 2005 stellte der 1. Sektor gut 74%, der 3. knapp 23% der Arbeitsplätze in der Gemeinde.


Quellen
SSRQ BE II/6
Literatur
– H. Strahm, «Die Weissenau», in Jb. vom Thuner- und Brienzersee, 1943, 43-64
– R. Buser, Bauinventar der Gem. S., 2003

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler