Benin

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Westafrikan. Staat, bis 1975 unter dem Namen Dahomey bekannt. Ab 1894 franz. Kolonie, erlangte er am 1.8.1960 die Unabhängigkeit. Die Schweiz anerkannte den Staat von Beginn weg und nahm 1961 diplomat. Beziehungen auf. Der Handelsverkehr mit B. ist wenig bedeutend: Eingeführt wird v.a. Baumwolle, ausgeführt werden Maschinen, Apparate, Uhren und Farbstoffe. Ein 1966 geschlossener bilateraler Vertrag über Handel, Investitionsschutz und techn. Zusammenarbeit trat 1973 in Kraft und wurde ergänzt durch Sonderregelungen, welche u.a. den Einsatz der "Schweizer Freiwilligen für Entwicklungshilfe" (seit 1973 "techn. Berater" genannt), die funktionale Alphabetisierung, die Nahrungsmittelhilfe, Stipendien und Praktika für Schul- und Berufsbildung sowie die Unterstützung von Genossenschaften betrafen. Unter den Ländern, denen Schweizer Entwicklungshilfe zuteil wird, entwickelte sich B. nach und nach zu einem der wichtigsten, besonders seit 1981 mit dem Abschluss eines Abkommens über techn. Zusammenarbeit die Förderung im medizin. und schulischen Bereich verstärkt wurde. 1983 wurde deshalb in Cotonou ein Koordinationsbüro der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (Deza) eröffnet, das der Schweizer Botschaft in Lagos (Nigeria) unterstellt ist und auch die konsular. Geschäfte versieht. B. wurde damit zum einzigen "Schwerpunktland" der Entwicklungszusammenarbeit in Westafrika südl. des Sahel. Infolge wirtschaftl. Liberalisierungsmassnahmen verstärkt die Schweiz seit 1989 ihre Finanzhilfe, um im Rahmen internat. Umstrukturierungsprojekte die Privatisierung zu unterstützen und die Verluste auszugleichen, die B. infolge der sinkenden Weltmarktpreise für Baumwolle erlitten hat. Die Schweizer Kolonie (um 1950 ca. 20, um 1980 ca. 50) lebt im ganzen Land verstreut.


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– EDA, Dok.

Autorin/Autor: Marc Perrenoud / AA