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Lamoni, Alberto

geboren 24.1.1798 Muzzano, gestorben 10.1.1838 Muzzano, kath., von Rovio. Sohn des Felice, Malers und Stuckateurs in Russland, und der Francesca Guioni. L. war Priester und Chorherr des Stifts von Agno. 1827 eröffnete er eine Schule in Muzzano mit einer auf der Methode des wechselseitigen Unterrichts beruhenden, für arme Schüler kostenlosen Grundschulabteilung, einer Abteilung für höhere Bildung und einer Zeichenschule. An der Schule wurden u.a. die Fächer Naturgeschichte und Musik gefördert. 1830 gehörte er zu den Gründern der Druckerei Tipografia elvetica in Capolago und zu den Befürwortern der Verfassungsreform. Er trat für eine Tessiner Diözese ein und war der Verfasser der anonym erschienenen Broschüre "Al Clero ticinese per l'elezione del Vescovo Diocesano" (1832). L. war Mitglied der Tessiner Sektion der Gemeinnützigen Gesellschaft und 1834 der Tessiner Gesellschaft für das öffentl. Bildungswesen. Er wurde von der österr. Polizei überwacht, da er als den Liberalen nahe stehend galt. L. hinterliess ein Legat für die Ausbildung der Armen in den Gem. der Region; der Ertrag wurde 1869 zugunsten der neu erstellten Sekundar- und Zeichenschule von Agno verwendet.


Literatur
– G. Curti, Un pensiero ad un benemerito ticinese, 1838
– A. Somazzi, Don Alberto L. di Muzzano, 1883

Autorin/Autor: Fabrizio Mena / RG