Dominikanische Republik

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Die erst 1844 (bzw. 1865 nach Beendigung eines nochmaligen Kolonisationsversuchs Spaniens) unabhängig gewordene D. war schon früh ein Ziel schweiz. Handelsinteressen. Ab den 1870er Jahren begannen sich Schweizer Unternehmen für die natürl. Ressourcen der Insel zu interessieren, v.a. für Guano als Düngemittel und Kakao zur Schokoladeherstellung. Obwohl daraus bereits 1890 der Wunsch nach einer konsular. Vertretung erwuchs und 1913 über einen Konsular-, Niederlassungs- und Handelsvertrag verhandelt wurde, kam es -- auch wegen der Besetzung des Landes durch die USA 1916-24 -- erst 1936 zur Eröffnung eines Konsulats (seit 1959 Generalkonsulat) in Santo Domingo. Während des 2. Weltkriegs hatte die Schweiz Schutzmachtmandate für die D. in Deutschland, Italien und Japan inne, de facto auch in Belgien, Frankreich und der Tschechoslowakei. Die D. wandelte die 1913 in Bern eröffnete Gesandtschaft 1914 in ein Konsulat um; ein Jahr später errichtete sie ein Konsulat in Zürich. Trotz unbedeutender bilateraler Wirtschaftsbeziehungen verzeichneten die schweiz. Exporte in die D. v.a. ab den 1930er Jahren eine stetige wertmässige Zunahme. Nach 1945 schufen dominikan. Investitionen im Bau- und Tourismussektor sowie ein bilaterales Handelsabkommen (1959) ein günstiges Klima für schweiz. Exporte und Direktinvestitionen: Anfang der 1970er Jahre eröffnete z.B. der Nestlé-Konzern eine Dosenmilchfabrik in der D. Dank bedeutender Investitionen der Basler Davidoff-Oettinger-Gruppe stieg die Republik zum weltweit wichtigsten Zigarrenexporteur (1995) auf. Dies liess die Schweizer Kolonie auf über 1'000 Personen (inkl. Doppelbürger) im Jahr 1999 wachsen. Seit 1986 unterstützt Helvetas in der D. Entwicklungsprojekte in den Bereichen Kleinbauern- und Frauenförderung sowie nachhaltige Ressourcennutzung.


Archive
– BAR
Quellen
DDS

Autorin/Autor: Peter Fleer