Grod

Ehem. polit. Gem. SO, Bez. Olten, seit 1973 Teil der polit. Gem. Gretzenbach. G. liegt auf einer Hochfläche des Engelbergausläufers. 1343 Gerode. 1798 56 Einw.; 1850 68; 1900 59; 1950 40; 1970 44. Wie es der Name sagt, handelt es sich um eine frühma. Rodungsinsel, in der ein Steckhof (davon abgetrennt der zweite Hof Gäumatt), der keinem Gemeindebann zugeteilt war, errichtet wurde. Dieser war ein Lehen des Stiftes St. Leodegar von Schönenwerd. Nach der Helvet. Republik konnte G. 1818 mit Erfolg die Selbstständigkeit behaupten, nachdem eine von der Regierung gewünschte Zuteilung an Walterswil-Rothacker von beiden Gem. abgelehnt worden war. Kirchlich gehörte G. zu Gretzenbach, während die Schule bis 1841 in Walterswil, nachher in Weid-Gretzenbach und später in Gretzenbach besucht werden musste. Da G. als kleinste Gem. des Kt. Solothurn nie hundert Einwohner zählte, konnte sie den polit. Pflichten kaum nachkommen. Nachdem sie bereits im 19. Jh. Auflösungsgesuche gestellt hatte, wurde 1973 der Zusammenschluss mit Gretzenbach vollzogen.


Literatur
– A. Jäggi, G., 1947
– A. Jäggi, Gretzenbach, 1966

Autorin/Autor: Hans Brunner