No 27

Widmer, Sigmund

geboren 30.7.1919 Zürich, gestorben 11.8.2003 Visp, ref., von Winterthur und ab 1951 von Zürich. Sohn des Huldreich, Rechtsanwalts, und der Bertha Gizella geb. Oechslin. ∞ 1948 Elisabeth Zürrer, Tochter des Heinrich, Kaufmanns. Schulen und Primarlehrerausbildung in Zürich, 1944-48 Stud. der Geschichte und Germanistik an den Univ. Zürich und Genf, 1948 Dr. phil. an der Univ. Zürich, 1949-54 Mittelschullehrer in Zürich. 1950-54 LdU-Gemeinderat der Stadt Zürich. 1954-82 Stadtrat (Baudep. bis 1966, dann Stadtpräs.). 1963-66 und 1979-91 Nationalrat, initiierte mit einem parlamentar. Vorstoss 1983 das "Hist. Lexikon der Schweiz". 1967-77 Präs. der Internat. Bürgermeister-Union für Dt.-Franz. Verständigung und Europ. Zusammenarbeit. 1986-89 Präs. der Pro Helvetia. 1992 wurde W. vom Bundesrat als Vermittler im Jurakonflikt eingesetzt ("Bericht der Konsultativkomm. des Bundesrates und der Kt. Bern und Jura", sog. Widmer-Bericht, 1993). Daneben mit Zeitungsartikeln, Vorträgen und Büchern zu zeitgenöss. und hist. Fragen publizistisch tätig. Oberst der Infanterie.


Werke
Illustrierte Gesch. der Schweiz, 1965 (51982)
Zürich: eine Kulturgesch., 13 Bde., 1975-85
Worte zur Zeit, 1989 (mit einer Vorrede von J.R. von Salis)
Literatur
NZZ, 13.8.2003

Autorin/Autor: Christian Baertschi