• <b>Lilian Uchtenhagen</b><br>Drei nach der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 in den Nationalrat gewählte Frauen bei einer Unterhaltung in einem Berner Café  © KEYSTONE. Links Liselotte Spreng, die erste Freiburger Parlamentarierin in Bern, in der Mitte Lilian Uchtenhagen und rechts Tilo Frey, die erste Neuenburger Nationalrätin.

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Uchtenhagen, Lilian

geboren 7.9.1928 Olten,gestorben 6.9.2016 Zürich, von Olten und ab 1956 von Sissach. Tochter des August Brunner, Kaufmanns, und der Elisabeth geb. Netzer. ∞ 1956 Ambros U., Psychiater, Leiter des sozialpsychiatr. Dienstes der Psychiatr. Universitätsklinik Zürich, Sohn des Walter Erich, Kaufmanns. Ab 1947 Stud. der Staatswissenschaften an der Univ. Basel und der London School of Economics, 1954 Promotion in Basel. 1955-56 in den USA Ausbildung zur psychiatric aid. Danach Lehrerin für Staats- und Wirtschaftskunde an der Handelsschule des Kaufmänn. Vereins in Zürich, 1966-86 Dozentin für Politik und Volkswirtschaftslehre an der Schule für Soziale Arbeit in Zürich. Mitarbeit in der Zürcher Frauenzentrale sowie beim Bund Schweiz. Frauenorganisationen, 1957-73 im Vorstand des Frauenstimmrechtsvereins. 1970-74 sozialdemokrat. Gemeinderätin (Legislative) der Stadt Zürich, 1971-91 Nationalrätin. U. gehörte zu den ersten zehn Frauen, die nach der Annahme des Frauenstimmrechts 1971 in den Nationalrat gewählt wurden. 1983 als erste Schweizerin zur Wahl in den Bundesrat vorgeschlagen, unterlag sie ihrem vom Bürgerblock unterstützten Parteikollegen Otto Stich, was in der SP eine Grundsatzdebatte über die Regierungsbeteiligung auslöste. 1981-97 Verwaltungsratspräs. bei Coop Zürich LVZ, 1998-2003 Präs. von Swissaid.

<b>Lilian Uchtenhagen</b><br>Drei nach der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 in den Nationalrat gewählte Frauen bei einer Unterhaltung in einem Berner Café  © KEYSTONE.<BR/>Links Liselotte Spreng, die erste Freiburger Parlamentarierin in Bern, in der Mitte Lilian Uchtenhagen und rechts Tilo Frey, die erste Neuenburger Nationalrätin.<BR/>
Drei nach der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 in den Nationalrat gewählte Frauen bei einer Unterhaltung in einem Berner Café © KEYSTONE.
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Archive
– BAR, Vorlass
Literatur
– L. Wiedmer-Zingg, Die Schweiz-Macherinnen, 1987, 167-182
– E. Girsberger, Abgewählt, 22004, 168-177
– W. Wottreng, Revolutionäre und Querköpfe, 2005, 23-28

Autorin/Autor: Christian Baertschi