Brigerbad

Ehem. polit. Gem. VS, 1972 mit Brig und Glis zur polit. Gem. Brig-Glis fusioniert. B. liegt in der Ebene zwischen der Rhone und dem nördl. Talhang unweit von Visp. 1297 Baden, zum Bad, franz. früher Brigue-les-Bains. 1850 52 Einw.; 1910 138; 1970 175. Aus dem MA stammen vielleicht der Turm der Junker von Baden (13. Jh.?) und der sog. Bischofsstadel (15. Jh.?). B. war stets nach Glis pfarrgenössig (Kapelle B. von 1721). Im 16. und 17. Jh. erfolgte die rechtl. Fixierung des Gemeindelebens (Statuten 1671). Der Kampf gegen die Überflutungen der Rhone, der Unterhalt der Gamsnerbrücke (erstmals erwähnt 1395) und die Urbarmachung der Eyen prägten den Alltag vom 13. Jh. bis zur Rhonekorrektion 1873-82. Bekannt wurde B. durch seine warmen Quellen. 1471 von Anton Walker (wieder) entdeckt, erlebten sie eine Blütezeit im 16. Jh. unter Peter Owlig. Dem Verfall der Anlagen ab dem 17. Jh. folgte deren Neubelebung 1934-35 und in grossem Stil seit 1956-60.


Literatur
– P. Jossen, B., 1972

Autorin/Autor: Philipp Kalbermatter