Tannenbühl

Ehem. polit. Gem. BE, Amtsbez. Thun, seit 1859 Teil der polit. Gem. Blumenstein. 1316 Tannenbuel. 1850 385 Einwohner. Die benachbarten Weiler T., Reckenbühl, Bodenzingen und Bühl bildeten den Niedergerichtsbez. T., der im SpätMA zur Herrschaft Strättligen und ab 1594 zur Herrschaft Thierachern gehörte, bis er 1607 von Bern erworben und im Amt Thun verwaltet wurde. Der Bez. T. war ehemals ein Teil der Kirchgem. Amsoldingen, wurde aber zur Bekämpfung der Täuferei 1676 dem näher gelegenen Kirchspiel Blumenstein als Gemeindeteil Ausser-Blumenstein zugewiesen. Dieser konstituierte sich 1834 als selbstständige Einwohnergem. T., die bis zur Eingemeindung in Blumenstein 1859 Bestand hatte.


Literatur
– U. Jaeggi, Berggem. im Wandel, 1965
– W. Rothacher, Chronik von Kirche und Dorfschaft Blumenstein, 1974 (41981)
– A.-M. Dubler, «Die Region Thun-Oberhofen auf ihrem Weg in den bern. Staat (1384-1803)», in BZGH 66, 2004, 61-117

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler