Reiben

Ehem. polit. Gem. BE, Amtsbez. Büren, Verwaltungskreis Seeland, seit 1911 Teil der polit. Gem. Büren an der Aare. Das bäuerl. Kleindorf R. liegt am linken Aareufer und an der Strasse Büren-Biel. 1309 Reiben. 1850 256 Einw.; 1900 228; 1910 241. R. gehörte zur Kirchgem. Pieterlen und ist seit 1865 nach Büren kirchgenössig. Das Dorf war bis zur franz. Besetzung 1797 der südöstlichste Ort in der Herrschaft Erguel des Fürstbistums Basel. Als Teil der Meierei Pieterlen teilte es deren Schicksal. Das Niedergericht wurde am Dinghof von Pieterlen (Offnung ca. 1370-73), das Hochgericht am Brückenkopf von R. gegenüber von Büren abgehalten. R. kam 1815 zum Kt. Bern und wurde 1816 dem Oberamt bzw. Amtsbez. Büren zugeteilt. Ab 1833 bildete das Dorf eine selbstständige Gem. mit eigener Schule, die 1838 erw. wird.


Literatur
– P. Lerch et al., Pieterlen, 1968

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler