25/11/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken

Goldswil

Ehem. polit. Gem. BE, seit 1850 Teil der polit. Gem. Ringgenberg. 1240 Goldewilere, Goldeswile. 1764 110 Einw.; 1850 246. Das Dorf am Harder und rechten unteren Ende des Brienzersees gehörte zur ma. Herrschaft Ringgenberg. Auf einem Felsbuckel über dem Dorf G. errichteten die Frh. von Brienz-Ringgenberg evtl. im 11. Jh. die Kirche G. (Petruspatrozinium); die Pfarrei umfasste die westl. Hälfte der Herrschaft (G., Ringgenberg, Niederried) sowie Habkern (bis 1528), Waldegg-Rufenen (bis 1535) und bis 1527 die Filiale Unterseen. Um 1240 kam der Kirchensatz von den Frh. zum Kloster Interlaken und 1528 von diesem an Bern. Nach dem Bau der Burgkirche Ringgenberg liess die Kirchgem. die Kirche G. zerfallen; heute ist diese eine Ruine mit prächtigem rom. Turm und Bogenfenstern mit urtüml. Atlantenfiguren (Renovation 1945). Das Dorf G. entwickelte sich kirchlich, historisch und wirtschaftlich wie Ringgenberg. Es bildete nach 1830 eine Einwohnergem., bis es mit Ringgenberg vereint wurde.


Quellen
SSRQ BE II/6
Literatur
– C. Frutiger, Burgruine Ringgenberg, 1983
– G. Ritschard, Ringgenberg + G., 1990

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler