Latsch

Ehem. Gem. GR, Haufendorf in der polit. Gem. Bergün/Bravuogn. Auf einer Terrasse auf 1588 m nordöstl. von Bergün gelegen. 1154 de Lacis. 1579 113 Einw.; 1808 112; 1910 112; 2001 61. Das obere Albulatal wurde im HochMA von Romanen besiedelt. 1154 ist ein bischöfl. Hof in L. erw., 1523 die Kapelle St. Nicolaus. 1590 Einführung der Reformation, 1620 Ablösung von der Bergüner Mutterkirche, 1689 Trennung von Stuls. Bis 1851 besass L. ein eigenes Zivilgericht, und bis 1912 war es selbstständige Gemeinde. In L. wird Viehwirtschaft und Ackerbau betrieben, bis ins 19. Jh. wurde auch Eisenerz abgebaut. 1891 Bau der Fahrstrasse von Bergün.


Literatur
Kdm GR 2, 1937, 389 f.
– G.G. Cloetta, Bergün-Bravuogn, 1937 (31978)

Autorin/Autor: Jürg Simonett