Deitingen, von

Vermutlich aus dem Umkreis der Gf. von Frohburg stammendes Dienstadelsgeschlecht, dessen Vertreter urkundlich nur als Zeugen zu fassen sind. 1246 ist erstmals Conrad I. erwähnt. Als Dienstleute der Gf. von Kyburg stellten die Herren von D. um 1280 den Kastellan in Oltigen, später die Schultheissen von Burgdorf, Thun und Büren an der Aare sowie den Vogt in Wangen an der Aare. Zahlreiche D. gehörten als Ritter oder Edelknechte zur militär. Gefolgschaft der Kyburger. Andere nahmen geistl. Funktionen wahr wie z.B. Anna, die 1355-60 als Äbtissin von Fraubrunnen amtierte. Letzte Vertreterin des Geschlechts war die 1435 letztmals erw. Margaretha III. Der Wohnsitz der Fam. lag wahrscheinlich nicht in D., sondern in Wangen an der Aare, wo sie den halben Twing und Bann als kyburg. Lehen besass.


Literatur
– H. Sigrist, «Die Herren von D.», in JbSolG 33, 1960, 133-163

Autorin/Autor: Hellmut Gutzwiller