• <b>Lina Bögli</b><br>Die deutsche Erstveröffentlichung ihres Hauptwerks, mit ihrem Porträt auf der Titelseite (Universitätsbibliothek Basel).

No 2

Bögli, Lina

geboren 15.4.1858 (Carolina) Oschwand (Gem. Ochlenberg/Seeberg),gestorben 22.12.1941 Herzogenbuchsee, ref., von Seeberg. Tochter des Ulrich, Bauern, und der Elisabeth geb. Graber. Ledig. Nach der Schulzeit verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt zunächst als Magd, später als Erzieherin bei einer adligen poln. Familie. B. bildete sich durch private Lektüre, mit einem zweijährigen Schulbesuch in Neuenburg und durch einen Englandaufenthalt weiter. 1892 begann sie ihre Weltreise durch Australien, Neuseeland, Samoa, Hawaii und die USA. Unterwegs arbeitete sie als Erzieherin oder Lehrerin und verbrachte jeweils ein bis zwei Jahre am gleichen Ort. Zehn Jahre später kehrte sie nach Polen zurück und schrieb ihren Reisebericht in Briefen zuerst auf Englisch ("Forward", 1905), danach auf Deutsch ("Vorwärts", 1906). Das Werk erschien in mehreren Auflagen und wurde auch ins Französische übertragen ("En avant", 1908). Nach mehrjähriger Lehrtätigkeit an einer Privatschule am Bodensee unternahm B. 1910-13 eine weitere Reise nach Japan und China, die sie in "Immer vorwärts" (1915, "En avant toujours!", 1916) beschrieb. Bei Kriegsbeginn kehrte sie nach Herzogenbuchsee zurück, wo sie bis zu ihrem Tod Vorträge über ihre Reisen hielt und Sprachunterricht erteilte.

<b>Lina Bögli</b><br>Die deutsche Erstveröffentlichung ihres Hauptwerks, mit ihrem Porträt auf der Titelseite (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>
Die deutsche Erstveröffentlichung ihres Hauptwerks, mit ihrem Porträt auf der Titelseite (Universitätsbibliothek Basel).
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Werke
Talofa, 1990 (Neuausg. von "Vorwärts")
Literatur
– C. Fussinger, «L'ascension sociale, une émancipation pour les femmes?», in Traverse, 1995, H. 2, 66-77
– R. Flückiger, «Lina B. 1858-1941», in Jb. des Oberaargaus 39, 1996, 31-46

Autorin/Autor: Doris Stump