Rheinfelden (Baden)

Grosse Kreisstadt in Baden-Württemberg (D), Landkreis Lörrach, am rechten Rheinufer gegenüber der Schweizer Gem. Rheinfelden gelegen. 2007 32'513 Einw. Ab dem 14. Jh. gehörten die Gem. der heutigen Stadt zur vorderösterr. Herrschaft R., 1806 fiel das Gebiet an das Grossherzogtum Baden. 1922 wurden die Gem. Nollingen-Badisch R. und Warmbach zur Stadt R. zusammengeschlossen, die 1963 den Namenszusatz (Baden) erhielt. Nach der Eingemeindung von Adelhausen, Degerfelden, Eichsel, Herten, Karsau, Minseln und Nordschwaben 1972-75 wurde R. zur sog. Grossen Kreisstadt (mehr als 20'000 Einw.). Entscheidend für ihre Entstehung war 1894-98 der Bau des ersten europ. Flusskraftwerks gewesen. Ein schweiz.-dt. Firmenkonsortium nutzte das Rheingefälle zum Bau der Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG. Die Produktion von preiswerter Elektrizität veranlasste u.a. die Aluminiumindustrie und die Elektrochemie dazu, sich am rechten Rheinufer anzusiedeln. Ihnen folgten viele kleinere Gewerbebetriebe. Die beiden R. pflegen eine grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit. Zudem gehören sie dem Trinationalen Eurodistrict Basel an, einem Verein, der als polit. Plattform die Raum- und Infrastrukturentwicklung im schweiz.-franz.-dt. Dreiländereck grenzüberschreitend zu koordinieren sucht.


Literatur
– H. Kampffmeyer, Die Entwicklung eines modernen Industrieortes und die Lehren, die sich daraus für die industrielle Ansiedlungs-Politik ergeben, 1910, (Neudr. 1994)
– H. Steinegger, Heimatgesch.: Nollingen, R. und Umgebung bis zum Jahre 1922, 1935, 416
Der Landkreis Lörrach 2, 1994, 243

Autorin/Autor: Sabine Diezinger