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Kortüm, Friedrich

geboren 24.2.1788 Eichhorst (Mecklenburg), gestorben 4.6.1858 Heidelberg, luth.; Sohn eines Geistlichen. Ledig. Stud. der Philologie und Geschichte in Halle (1806), Göttingen (1807) und Heidelberg (1808-10, Doktorat). Als Gegner Napoleons 1810 Flucht in die Schweiz, Bekanntschaft mit Johann Heinrich Pestalozzi, 1812 Unterrichtstätigkeit am Institut Fellenberg in Hofwil, 1813-14 als Freiwilliger Teilnahme am Krieg gegen Napoleon, 1815-16 wieder in Hofwil, 1817 an der Kantonsschule Aarau, 1818 in Wien, 1819 am Gymnasium Neuwied (Rheinland), 1821-22 Prof. für Geschichte in Basel, Rückkehr nach Hofwil, 1825-31 PD in Basel, Verfasser der dreibändigen "Entwicklungsgeschichte der freistädt. Bünde im Mittelalter und in der Neuzeit" (1827-29), 1831 als Radikaler Rücktritt in Folge der Absetzung Ignaz Paul Vital Troxlers in Basel, 1832 Berufung an die Berner Akad. (ab 1834 Universität) auf den ersten selbstständigen Lehrstuhl für Geschichte, 1840 Berufung nach Heidelberg. Sein hohes Ansehen in Bern begründete K. 1838 mit seiner Vorlesung über schweiz. Gegenwartsgeschichte.


Literatur
– E. Vischer, «Friedrich K. (1788-1858) als Zeitgeschichtsschreiber», in Festgabe Leonhard von Muralt, 1970, 77-89

Autorin/Autor: Christoph Zürcher