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Kaufmann, Franz Joseph

geboren 15.7.1825 Ettiswil, gestorben 20.11.1892 Kastanienbaum (Gem. Horw), kath., von Winikon. Sohn des Franz Joseph, Tierarztes, und der Aloisia geb. Ambühl. ∞ 1856 Theresia Stirnimann, Tochter des Josef, Schusters, von Ruswil. 1848-54 Stud. der Medizin und Naturwissenschaften in Zürich (bei Oswald Heer und Arnold Escher von der Linth, 1851 Assistent von Heinrich Frey), Berlin, Würzburg, Prag und Wien. 1854 Arztpatent in Luzern, 1854-92 Prof. für Naturgeschichte am Gymnasium und Lyzeum sowie Konservator des Naturalienkabinetts in Luzern. Ab 1863 Mitglied des luzern. Sanitätsrats. 1872 entdeckte K. den Gletschergarten in Luzern. Dank ausgezeichneter Beobachtungsgabe und Mikroskopiertechnik schuf K. bahnbrechende, heute klass. Arbeiten zur Stratigrafie, Mikropaläontologie und Geologie der Zentralschweiz (u.a. Subalpine Molasse 1860, Pilatus 1867, Rigi 1872, Zentralschweizer Klippen 1876, Geolog. Dufourkarte der Schweiz 1871-87). 1875 Dr. h.c. der Univ. Bern.


Archive
– Archiv des Natur-Museums Luzern
Literatur
– B. Amberg, J. Bachmann, «Dr. Franz Joseph K., Prof. und Naturforscher», in Fs. zur Eröffnung des neuen Kantonsschul-Gebäudes in Luzern, 1893, 263-317
Verh. SNG, 1905, I-VII (mit Werkverz.)

Autorin/Autor: Paul Felber