Coudre, La (NE)

Ehem. polit. Gem. NE, Bez. Neuenburg. Bis zur 1929 erfolgten Fusion mit der Stadt Neuenburg umfasste das an der alten Vy d'Etra gelegene C. die Weiler Monruz, La Favarge und das Kloster Fontaine-André. 1143 La Coudra. 1784 120 Einw.; 1850 174; 1900 352; 1920 440. Das kleine Strassendorf lebte v.a. vom Weinbau und der Ausbeutung des Steinbruchs von Hauterive. Alte Schmiedestätten bei La Favarge stehen am Anfang der heutigen industriellen Aktivität dieser Gegend (u.a. Tapetenfabrik, Giessereien Favarger). 1902 erstmals in Erwägung gezogen, wurde die Fusion mit Neuenburg im Febr. 1929 nach zahlreichen Meinungsumschwüngen in einer Volksabstimmung mit 71 zu 46 Stimmen gutgeheissen (Inkraftsetzung 1.1.1930).


Literatur
– E. Quartier-la-Tente, Le canton de Neuchâtel, 1903
– I. Deschenaux, La C.-Neuchâtel, 1929-1979, 1979

Autorin/Autor: Jean-Pierre Jelmini / EJ