Wellhausen

Ehem. Ortsgem. TG, polit. Gem. Felben-W., Bez. Frauenfeld. W. liegt auf einem Schwemmkegel am Fuss des Wellenbergs. Von 1803 bis zur Vereinigung mit Felben 1983 war W. eine Ortsgem. der Munizipalgem. Felben. 1321 Wellehusen. 1850 279 Einw.; 1900 292; 1950 354; 1980 636. Vom SpätMA bis 1798 war W. ein Niedergericht der Herrschaft Wellenberg. Kirchlich teilte es das Schicksal von Felben. Der Wald am Wellenberg wurde bis zum Austritt W.s aus der Waldgenossenschaft 1758 gemeinsam mit Mettendorf, Hüttlingen und Eschikofen genutzt. Das um 1565 erstellte Schützenhaus (1842 zerstört) mit einem Glasscheibenzyklus von 1680 sowie das Gerichts- und Gemeindehaus aus dem 18. Jh. zeugen vom früheren Wohlstand der Gem., für die neben Waldwirtschaft und Viehhaltung auch Kornbau in drei Zelgen belegt ist. Das Schlossgut Wellenberg gehört seit 1873 zu W. Bis um 1960 dominierte die Landwirtschaft. Seither entstanden zahlreiche Wohnbauten. Grösster industrieller Arbeitgeber ist die 1972 gegr. Verzinkerei Wellhausen, die 1998 von der Galvaswiss AG übernommen wurde.


Literatur
Kdm TG 1, 1950, 438-442
– P. Rosenkranz, Die Gem. im Thurgau vom Ancien Régime bis zur Ausscheidung der Gemeindegüter 1872, 1969, 30, 34, 72, 83, 189
Einheitsgem. Felben-W., 1984
Thurgauer Ztg., 30.6.1990

Autorin/Autor: Gregor Spuhler