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Heim [Haim], Franz Anton

geboren 11.12.1830 Haslen (Gem. Schlatt-Haslen), gestorben 13.8.1890 Haslen, kath., von Appenzell. Sohn des Franz Anton und der Katharina Josepha geb. Schmid. Ledig. H. blieb sein Leben lang Bauer und malte nebenbei als Autodidakt. Sein erstes Bild entstand wohl erst 1862. Er gilt neben Bartholomäus Lämmler als der bedeutendste Ostschweizer Bauernmaler. Seine Bilder bestechen durch eine hohe künstler. Aussage- und Erfindungskraft. Von Lämmler unterscheidet er sich durch kleinformatige Figuren und das Einstreuen von anekdot. Begebenheiten in seine ornamental gestalteten Landschaften. H. verwendete eine der Temperamalerei nahestehende Technik. Die bekanntesten Werke sind "Drei Bauern beim Jassen" (um 1880, Gottfried-Keller-Stiftung) und "Fuchsjagd" (um 1880, Privatbesitz).


Literatur
BLSK, 457
Der Appenzeller Bauernmaler Franz Anton Haim (1830-90), Ausstellungskat. Appenzell, 2005

Autorin/Autor: Hans A. Lüthy