Herten

Ehem. Ortsgem. TG, seit 1919 polit. Gem. Frauenfeld, Bez. Frauenfeld. Das heute am östl. Stadtrand von Frauenfeld gelegene H. mit Ergeten, Griesen, Hub und Oberherten bildete 1812-1919 eine Ortsgem. der Munizipalgem. Frauenfeld. 1850 190 Einw.; 1900 207; 1910 211. Vom MA bis 1798 gehörte das Niedergericht H. mit H., Ergeten, Griesen, Hub und Oberherten der Komturei Tobel. H. war stets nach Frauenfeld kirchgenössig. Gegen Ende des 19. Jh. ersetzten Vieh- und Milchwirtschaft den Ackerbau; 1880 gab es in H. eine Käserei. Der Rebbau wurde im frühen 20. Jh. vom Obstbau abgelöst. Obwohl H. bis weit ins 20. Jh. hinein seinen bäuerl. Charakter bewahrte, arbeitete bereits um 1900 ein Teil der Einwohner in den Industrien von Frauenfeld.


Literatur
– H. Bühler, Gesch. der Johanniterkomturei Tobel, 1985, 20, 190, 207
200 Jahre Schule H., 1789-1989, 1989
– B. Gnädinger, G. Spuhler, Frauenfeld, 1996

Autorin/Autor: Verena Rothenbühler