Zielebach

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Fraubrunnen, Verwaltungskreis Emmental, an der Grenze zum Kt. Solothurn mit Anstoss an die Emme. 1320 Zielebach. 1764 89 Einw.; 1850 180; 1900 217; 1950 251; 2000 331. Grabhügel im Hochwald. Das kyburg. Dorf kam mit Gütern, Twing und Bann vor 1331 an Johann von Aarwangen, der seine Güter 1341 dem Kloster St. Urban vergabte. Das Niedergericht gelangte mit der Herrschaft Aarwangen als Erbe an die Herren von Grünenberg und 1432 an Bern, das Z. 1514 seiner Landvogtei Landshut zuteilte. Ab 1803 gehörte Z. zum Amt Fraubrunnen. Das Ackerbauerndorf ist seit dem 19. Jh. mit dem Eisenwerk in Gerlafingen verbunden, das im Strack den 1813 erbauten Emmekanal sowie Industrie- und Geleiseanlagen unterhält. Das geringe Arbeitsplatzangebot in der Landwirtschaft und im Kleingewerbe zwingt zur Arbeitssuche auswärts, v.a. in Gerlafingen, Biberist und Utzenstorf. Die Landstrasse Burgdorf-Solothurn und die Solothurn-Burgdorf-Thun-Bahn durchschneiden das Gemeindegebiet. Seit 1728 unterhält Z. mit Wiler bei Utzenstorf eine Schule mit Schulhaus in Wiler. 2014 gehörte Z. mit Wiler, Bätterkinden und Utzenstorf zum Schulverband Untere Emme und zur Kirchgem. Utzenstorf.


Literatur
– H.-J. Steiner, Schloss Landshut und die umliegenden Dörfer Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler und Z., 1980
– L. Zenklusen, Bauinventar der Gem. Z., 2003

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler