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Stucky, Alfred

geboren 16.3.1892 La Chaux-de-Fonds, gestorben 6.9.1969 Lausanne, ref., von Oberneunforn (heute Gem. Neunforn) und Dägerlen. Sohn des Jean, Hoteliers, und der Marguerite geb. Bhend. ∞ 1916 Nelly Matthys, Tochter des Hans, Architekten. Gymnasium in La Chaux-de-Fonds, 1911-15 Stud. als Bauingenieur an der ETH Zürich, 1920 Dr. sc. techn., 1916-26 Praxis als Ingenieur bei Dyckerhoff & Widmann in Dortmund, Gabriel Narutowicz in Zürich und Heinrich Eduard Gruner in Basel. 1926-38 ao., 1938-63 o. Prof. für Hydrometrie und Wasserbau an der Ecole d'Ingénieurs der Univ. Lausanne, 1940-63 Direktor. Inhaber eines Ingenieurbüros, ab 1979 Stucky Ingénieurs-conseils SA. An der Ingenieurschule schuf S. 1942 die Architekturabteilung und führte erstere auf den Weg zur Hochschule (ab 1949 Ecole Polytechnique de l'Université de Lausanne). Er erforschte Abflussvorgänge, Wasserschlösser und berechnete Talsperren. Unter der Leitung bzw. mit Expertisen von S. wurden mehr als 40 Staumauern im In- und Ausland erbaut, u.a. Dixence, Lucendro, Mauvoisin und Grande Dixence. 1955 Dr. h.c. der ETH Zürich.


Literatur
– M. Cosandey, «Alfred S. (1892-1969)», in Pionniers suisses de l'économie et de la technique 10, 1992
– D.L. Vischer, Wasserbauer und Hydrauliker der Schweiz, 2001, 252 f.

Autorin/Autor: Bruno Meyer