Au (TG)

Ehem. Ortsgem. TG, polit. Gem. Fischingen, Bez. Münchwilen. Die Streusiedlung am Hörnli umfasst neben einer Talsiedlung mit Kirche zahlreiche Weiler und Höfe im voralpinen Berggebiet. Um 1160/70 Ovwun (?), 1275 in der Owe. 1972 ging die ab 1812 bestehende Ortsgem. A. in der Gem. Fischingen auf. 1831 764 Einw.; 1850 434; 1920 319; 1970 275. Im 11./12. Jh. entstand eine Marienkapelle, die zur Pfarrei Dussnang gehörte. Nach der Inkorporation Dussnangs in das Kloster Fischingen (1244) wurde A. vom Kloster aus versorgt, das bis 1798 auch die Gerichtsherrschaft innehatte. Seit 1852 besteht eine kath. Pfarrei, während die evang. Einw. zur Kirchgem. Dussnang gehören. Wichtigster Erwerbszweig war nach der Aufgabe des Ackerbaus die Viehwirtschaft (1887 Käserei). Die Weberei und die Stickerei boten vorübergehend Zuerwerb, konnten jedoch Armut und kontinuierl. Abwanderung nicht verhindern.


Literatur
– K. Kuhn, Thurgovia Sacra 1, 1869
Kdm TG 2, 1955, 13-21
– B. Sendner-Rieger, Pfarrkirche St. Anna in Au-Fischingen, Ms., 1990, (StATG)

Autorin/Autor: Gregor Spuhler