Anetswil

Ehem. Ortsgem. TG, polit. Gem. Wängi, Bez. Münchwilen, auf einem flachen Hügelzug nordöstl. von Wängi. 904 Adelnoteswilare (?), 1303 Arnoltswile (?). 1969 ging die ab 1812 bestehende Ortsgem. A. in der Gem. Wängi auf. 1831 391 Einw.; 1900 352; 1910 427; 1960 465. 1489 war der Hof A. ein Lehen Eberhards von Klingenberg. Für den Hof Eggetsbühl ist 1428 das Kloster St. Gallen, für den Hof Berg 1580 das Kloster Fischingen als Grundherr belegt. A. gehörte zum sog. Hohen Gericht am Tuttwilerberg (Tuttwil) und unterstand folgl. auch in niederen Gerichtssachen direkt dem Landvogt bzw. dessen Untervogt in Hofen (Gem. Sirnach). Kirchl. gehörte A. stets zu Wängi. Früher lag das Dorf an der Strasse Frauenfeld-Wil (SG). Seit deren Verlegung ins Tal (1842) liegt es jedoch abseits der Verkehrswege. Wichtigster Erwerbszweig war die Landwirtschaft.


Literatur
– K. Tuchschmid, Gesch. von Wängi, 1948

Autorin/Autor: Gregor Spuhler