• <b>Louis Levade</b><br>Mit seinem Sohn vor seinem Haus in Gilamont sur Vevey. Öl auf Leinwand von  Alexander Speissegger,   1794 (Privatsammlung) © Fotografie Musée historique de Vevey. Der Maler hebt die Gelehrsamkeit des Arztes hervor, indem er ihn im Garten mit einem naturwissenschaftlichen Buch zur Pflanzenbestimmung darstellt. Levade besass auch eine private, aus über 5000 Stücken bestehende Münzsammlung, die nach seinem Tod vom Kanton Waadt erworben wurde und den Grundstock des Musée monétaire cantonal von Lausanne bildete.

No 2

Levade, Louis

geboren 14.3.1748 Lausanne, gestorben 2.8.1839 Vevey, ref., von Vevey und Lausanne. Sohn des Cyprien Louis, Chirurgen und Apothekers, und der Judith Genevois. Bruder des David ( -> 1). ∞ Jeanne-Marie Justamond, Tochter des Jean-Rodolphe, Apothekers. Erste Ausbildung in Lausanne, dann in Bern in der Apotheke Wyttenbach. Danach Medizinstud. an der Univ. Leiden, 1772 Doktorat. Als Leibarzt des Gf. Wladimir Orloff begleitete er diesen 1774-75 nach Russland. Nachdem er sich 1775 in Vevey niedergelassen hatte, machte er sich rasch einen Namen. 1792 erbte er die Apotheke seines Schwiegervaters. Als Mitglied versch. Gesellschaften gründete er 1783 die Société des sciences physiques de Lausanne mit. Ab 1791 war er Ratsmitglied der Weinbruderschaft von Vevey, die er 1797-1820 präsidierte. 1809-18 hatte er versch. Ämter am Bezirksgericht Vevey inne. Er verfasste medizin., naturwissenschaftl. und hist. Schriften, insbesondere das Werk "Dictionnaire géographique, statistique et historique du canton de Vaud" (1824), dem er 1828 die "Notes critiques" beifügte. L. war ein grosser Sammler und besass eine bedeutende Bibliothek.

<b>Louis Levade</b><br>Mit seinem Sohn vor seinem Haus in Gilamont sur Vevey. Öl auf Leinwand von  Alexander Speissegger,   1794 (Privatsammlung) © Fotografie Musée historique de Vevey.<BR/>Der Maler hebt die Gelehrsamkeit des Arztes hervor, indem er ihn im Garten mit einem naturwissenschaftlichen Buch zur Pflanzenbestimmung darstellt. Levade besass auch eine private, aus über 5000 Stücken bestehende Münzsammlung, die nach seinem Tod vom Kanton Waadt erworben wurde und den Grundstock des Musée monétaire cantonal von Lausanne bildete.<BR/>
Mit seinem Sohn vor seinem Haus in Gilamont sur Vevey. Öl auf Leinwand von Alexander Speissegger, 1794 (Privatsammlung) © Fotografie Musée historique de Vevey.
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Archive
– Teilnachlässe in: Musée monétaire cantonal, Lausanne, Musée historique de Vevey
Literatur
– E. Olivier, Médecine et santé dans le Pays de Vaud au XVIIIe siècle, Bd. 2, 1939, 981 f.
– S. Caruzzo-Frey, P. Ferrari-Dupont, Du labeur aux honneurs, 1998, 36 f.
– W. Eisler, «Louis L. et la création de la médaille de la Fête des vignerons, Vevey (1797-1819)», in Schweiz. numismat. Rundschau 78, 1999, 141-157

Autorin/Autor: Gilbert Coutaz / MD