Unterleibstadt

Ehem. polit. Gem. AG, Bez. Laufenburg, die 1866 mit Oberleibstadt zur polit. Gem. Leibstadt vereinigt und dem Bez. Zurzach zugewiesen wurde. Die Gem. umfasste das Haufendorf U. zwischen Wandfluh und Rhein sowie den Weiler Bernau. Um 1240 Leibesteit. 1850 512 Einw.; 1860 469. Die Landesherrschaft lag im 13. und 14. Jh. bei Habsburg. Ab 1366 standen die beiden Dorfteile Unter- und Oberleibstadt unter versch. Herrschaft, wobei U. zum österr. Amt Laufenburg gehörte. Die Niedergerichtsrechte in U. blieben zwischen der Johanniterkommende Leuggern und den Herren von Bernau umstritten. 1635-1798 bildete U. zusammen mit Schwaderloch die von Roll'sche Herrschaft Bernau, danach bis 1866 eine eigene polit. Gemeinde. U. war Teil der Pfarrei Leuggern. Bis weit ins 20. Jh. war das Dorf landwirtschaftlich geprägt.


Literatur
– O. Vögele, Die Gem. Leibstadt, [1991]
– S. Brian Scherer et al., Das Kirchspiel Leuggern, 2001

Autorin/Autor: Christoph Herzig