Riken

Ehem. polit. Gem. AG, Bez. Zofingen, 1901 mit Balzenwil zur Gem. Murgenthal vereinigt. Dorf an der Westgrenze des Kt. Aargau in einer Rodungsinsel und an der Aare gelegen. 1306 Richen. 1764 386 Einw.; 1850 1'337; 1900 1'729. R. lag im HochMA im Grenzbereich der Herrschaften des Klosters St. Urban, der Gf. von Frohburg und der Stadt Zofingen. Unter bern. Herrschaft 1415-1798 war es Teil des Amts Aarburg. 1803 wurde R. eine polit. Gemeinde im neuen Kt. Aargau. Im MA gehörten R. und Glashütten zur Pfarrei Zofingen. Nach der Reformation 1528 kamen die Dörfer zur Kirchgem. Wynau. 1824 entstand die Kirchgem. R., die 1901 in Murgenthal umbenannt wurde. 1842 liess die Gem. das erste Schulhaus bauen. Das Dorf blieb landwirtschaftlich geprägt. Nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie Olten-Bern 1857 entwickelte sich die Industrie in Murgenthal und bot Arbeitsplätze.


Literatur
– K. Siegrist, Murgenthaler Dorfchronik, 1969
Zofinger Tbl., 28.6.2001

Autorin/Autor: Christian Lüthi