Oetlikon

Ehem. polit. Gem. AG, seit 1900 mit Kempfhof Teil der Gem. Würenlos, im östlichsten Zipfel des Bez. Baden. 1040 Otilingung, 1243 Otlinkon. 1780 71 Einw.; 1850 110; 1888 78. Im 13. Jh. ist ein kyburg. Ministerialiengeschlecht gleichen Namens bezeugt. Bis 1798 war der Abt von Wettingen sowohl Gerichts- als auch Grundherr. Kirchlich gehörte O. zu der seit der Reformation parität. Gemeinde Würenlos. 1803 wurde der Weiler eine polit. Gemeinde, ging aber 1900 gegen seinen Willen auf grossrätl. Beschluss in der Gem. Würenlos auf. Der heutige Ortsteil mit einer alten Mühle am Furtbach hat trotz starken Siedlungsdrucks den bäuerl. Charakter bewahrt.


Literatur
– P. Witschi, Ortsgesch. Würenlos, 1984

Autorin/Autor: Patrick Zehnder