Mellstorf

Ehem. polit. Gem. AG, bestehend aus dem gleichnamigen Haufendorf am Tägerbach im Studenland, seit 1899 Teil der polit. Gem. Wislikofen, Bez. Zurzach. 1114 Melisdorf. 1840 145 Einw.; 1850 142; 1888 116; 2000 108. Im MA stand M. unter der Verwaltung des Obervogts von Klingnau. Der Bf. von Konstanz und das Kloster St. Blasien (Schwarzwald) besassen in M. Lehenshöfe. Die Eidgenossen teilten M. dem Amt Ehrendingen zu. 1671 wurde eine Trotte gebaut. 1789 errichtete M. an der Stelle einer bestehenden eine neue Kapelle (Sebastian- und Fridolin-Patrozinium, Altar von Johann Friedrich Buol aus Kaiserstuhl). M. gehörte zur kath. Pfarrei von Schneisingen, 1832 wechselte es zu derjenigen von Wislikofen. Landwirtschafts- und kleine Handwerksbetriebe prägen das Dorf bis heute. Verkehrstechnisch blieb M. lange unberührt, erst seit 1919 führt eine Strasse ins Rheintal.


Literatur
– L.C. Wenzinger, Die Welt um M. im Studenland, [1988]

Autorin/Autor: Christoph Herzig