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Kaiser, Ernst

geboren 13.5.1907 Rorschach,gestorben 25.4.1978 Bern, kath., von Degersheim. Sohn des Theophil und der Magdalena geb. Mühlemann. ∞ Denise Boubier. K. studierte 1927-31 in Genf und Lausanne Mathematik (1950 Promotion in Genf). 1931-41 arbeitete er beim Völkerbund in Genf, 1942-43 beim Eidg. Volkszählungsbüro (Bundesamt für Statistik) und 1943-74 als Leiter der mathemat. Arbeiten für die Vorbereitung der AHV im Bundesamt für Sozialversicherung. Ab 1966 war er PD für Wirtschafts- und Sozialmathematik an der ETH Zürich und ab 1973 Titularprofessor. K. gilt als "mathemat. Vater" der 1948 eingeführten AHV. Bahnbrechend waren auch seine Beiträge zur Einführung des Obligatoriums der berufl. Vorsorge und seine sozialmathemat. Forschungen. Daneben beteiligte er sich massgeblich an der Errichtung und am Ausbau der Invalidenversicherung. Wesentl. Impulse gab er ferner der Neuordnung der Kranken- und Unfallversicherung.


Werke
– «Die dynam. Relativität», in Mitt. der Vereinigung schweiz. Versicherungsmathematiker 74, 1974, 29-62, (mit Werkverz.)
Archive
– ETH-BIB, Nachlass
Literatur
– A. Vogt, «Ernst K.», in Konjunktur, 1997, Nr. 12, 13-22

Autorin/Autor: Arthur Vogt