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Jaquet-Droz, Henri-Louis

geboren 13.10.1752 La Chaux-de-Fonds, gestorben 15.11.1791 Neapel, ref., von La Chaux-de-Fonds und Le Locle, 1785 Bürger von Genf. Sohn des Pierre ( -> 2). ∞ Louise Suzanne Benelle, Tochter des Jacob, Pfarrers. Als Halbwaise wurde J. von seiner Tante und seinen Grosseltern mütterlicherseits aufgezogen. 1767-69 war er in Nancy in einem Internat, wo er Schüler des Mathematikers und Geometers Abbé de Servan wurde. Zurück in seiner Heimat arbeitete er mit seinem Vater zusammen: Die beiden konstruierten ein Automaten-Theater und eine Gruppe von drei Androiden von stupender techn. Raffinesse (Musée d'art et d'histoire in Neuenburg). Die Automaten wurden in ganz Europa gezeigt. 1774 eröffnete J. zusammen mit Jean-Frédéric Leschot eine Werkstatt in London. Im folgenden Jahr verfertigte er künstl. Hände und zu Beginn der 1780er Jahre weitere Androide für den chines. Markt. 1783 schloss er sich mit Henry Maillardet zusammen und liess sich 1784 in Genf nieder. 1786 wurde er Mitglied der Genfer Société des Arts, für die er viele Projekte entwickelte. Ab 1788 bekam J. gesundheitl. Probleme, die Londoner Werkstatt erlitt Rückschläge und es kam zur Trennung von Maillardet. J. verliess Genf und zog nach Chambésy (Gem. Pregny-Chambésy), dann des milderen Klimas wegen in die Provence und schliesslich nach Neapel. Nach seinem Tod übernahm Leschot die Leitung des Unternehmens.


Literatur
Biogr.NE 1, 149-153

Autorin/Autor: Myriam Volorio Perriard / SK