Lauffohr

Ehem. polit. Gem. AG, seit 1970 Teil der polit. Gem. Brugg. Strassendorf am Zusammenfluss von Aare und Limmat, im 20. Jh. mit Brugg zusammengewachsen. Ursprünglich Lufar, Lunvar (1281), gelegentlich auch Vollenfohr und Forenlauf genannt. 1764 102 Einw.; 1850 248; 1900 293; 1950 596; 1960 674. L. gehörte zum Hof Rein und heute noch zur gleichnamigen Kirchgem. und bildete bis 1809 eine Gem. mit Rein (heute Gem. Rüfenach) und Rüfenach. Eine Fähre über die Aare wurde nach 1410 von L. nach Stilli (Gem. Villigen) verlegt, 1836 wurde für die Arbeitenden in den Fabriken von Vogelsang (Gem. Gebensdorf) und Turgi eine Personenfähre über die Aare eingerichtet, seit 1919 existiert eine Aarebrücke nach Vogelsang. Bis ins 19. Jh. dominierte Landwirtschaft mit Rebbau, 1834 nahm eine zweite Mühle und 1852 eine Zigarrenfabrik den Betrieb auf. Der Anteil der Wegpendler unter den Erwerbstätigen ist gross.


Literatur
Brugg erleben, 2 Bde., 2005

Autorin/Autor: Felix Müller (Brugg)