• <b>Frédéric DuBois</b><br>Porträt, um 1840. Zeichnung von  Johannes Notz (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).

No 10

DuBois [DuBois de Montperreux], Frédéric

geboren 28.5.1798 Môtiers (NE), gestorben 7.5.1850 Peseux, ref., von Le Locle. Sohn des Charles, Händlers, und der Marie-Anne L'Hardy. ∞ 1839 Thérèse D., Witwe. Collège in Neuenburg. 1817-19 war D. als Französischlehrer in St. Gallen tätig, 1819-21 als Hauslehrer in Kurland (heute Lettland) und 1821-29 als Schuldirektor in Litauen. 1825 und 1829 reiste er nach Polen. An der Univ. Berlin studierte er 1829-31 beim Hellenisten August Boeckh, beim Geografen Carl Ritter, beim Geologen Leopold von Buch und beim Naturforscher Alexander von Humboldt. 1831-34 unternahm er ohne Begleitung eine Forschungsreise nach Südrussland, die er in seinem Werk "Voyage autour du Caucase" (1839-43, sechs Textbände plus Bildtafelatlas) beschrieb. Nachdem 1838 die Akad. von Neuenburg gegründet worden war, unterrichtete D. dort Archäologie und wurde mit der Schaffung des Lehrstuhls 1843 Prof. für Archäologie. D. machte Ausgrabungen in Cressier (NE), entdeckte die Villa von Colombier (NE) und interessierte sich für die ma. Baudenkmäler des Fürstentums. Nach der Schliessung der Akademie 1848 widmete er sich der archäolog. Untersuchung der Stiftskirche Neuenburg ("Les Antiquités [ou Monuments] de Neuchâtel" 1852). Aufgrund seiner freundschaftl. Verbundenheit mit Ferdinand Keller und Arnold Escher von der Linth schenkte er seine Sammlungen und seine Bibliothek der Stadt Zürich.

<b>Frédéric DuBois</b><br>Porträt, um 1840. Zeichnung von  Johannes Notz (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/>
Porträt, um 1840. Zeichnung von Johannes Notz (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).
(...)


Literatur
Histoire de l'Université de Neuchâtel 1, 1988, 257-304
Biogr.NE 2, 99-106

Autorin/Autor: Denis Knoepfler / SK