Windlach

Ehem. polit. Gem. ZH, Bez. Dielsdorf, 1907 mit Stadel vereinigt. Am Fuss des Stadlerbergs gelegen. 1115 Willacho. 1467 ca. 18 Einw.; 1634 193; 1670 279; 1689 338; 1763 217; 1850 390; 1900 344; 1950 262; 1992 357. Um 1318 besassen die Herren von Mandach bei Regensberg die Vogtei über den Ort. 1424 kam W. zusammen mit der Grafschaft Kyburg von den Habsburgern an die Stadt Zürich. Bis 1798 gehörte es zur Obervogtei Neuamt. Bereits 1798 wurde W. mit Stadel, Raat und Schüpfheim vereinigt, 1840 aber wieder getrennt. Die Wiedervereinigung von 1907 wurde durch eine kant. Volksabstimmung gegen den Willen der Windlacher Bevölkerung durchgesetzt. Bestehen blieb die Zivilgem. W., zu der auch Raat gehörte, die erst mit der Kantonsverfassung von 2005 aufgelöst wurde. Eine Kirche in W. wird ca. 1370 als Filiale der Kirche von Steinmaur erwähnt. Vermutlich schloss sich die Windlacher Kirche schon vor der Reformation jener von Stadel an.


Literatur
– H. Guggenbühl, Stadel, 1994

Autorin/Autor: Christian Baertschi