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Bamberger, Eugen

geboren 19.7.1857 Berlin, gestorben 10.12.1932 Ponte Tresa, prot., Deutscher. Sohn des Sigismund. ∞ 1888 Karoline Rosalie Marie Sertorius, Tochter des Ferdinand, Bürgermeisters von Kitzingen (Bayern). 1876-80 Chemiestud. in Heidelberg und Berlin. Nach Assistenzen in Berlin und München war B. 1891-93 ao. Prof. für organ. Chemie in München, 1893-1905 o. Prof. für allg. Chemie an der ETH Zürich; aus gesundheitl. Gründen emeritiert, aber weiterhin wiss. arbeitend. B. lieferte wichtige Beiträge zur chem. Grundlagenforschung. Seine Arbeiten brachten grundlegende Erkenntnisse über die Natur aromat. Verbindungen; B. führte u.a. den Begriff "alicyclisch" für unsubstituierte hydrierte Verbindungen ein. Bei Experimenten zur Konstitution von Azoverbindungen entdeckte er 1894 die Isodiazotate. Versuche mit organ. Stickstoffverbindungen liessen B. 1894 die B.sche Umlagerung (Phenylhydroxylamin zu 4-Aminophenol) und 1899 das Dimethylanilinoxid entdecken.


Archive
– ETH-BIB, Nachlass
Literatur
DSB 1, 1970, 426, (mit Bibl.)
Lex. bedeutender Chemiker, 1989, 26

Autorin/Autor: Thomas Fuchs