Scheunen

Ehemalige politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Fraubrunnen, Verwaltungskreis Bern-Mittelland, seit 2014 Teil der Gemeinde Jegenstorf. S. war die kleinste Berner Gemeinde auf dem Rapperswiler Plateau mit den Weilern S. und Oberscheunen. 1226 Schunon. 1764 43 Einw.; 1850 118; 1870 130; 1900 96; 1950 78; 2000 57. Hallstätt. Grabhügel im Stein- und Junkholz mit frühma. Nachbestattungen. Die beiden Weiler Oberscheunen oder Jegenstorf-S. in der Kirchgemeinde Jegenstorf und Messen-S. in der ab 1530 ref. Kirchgemeinde Messen (SO) waren Einwohnergemeinden mit separater Entwicklung, bis sie 1911 durch Dekret zur Gemeinde S. vereint wurden. Sie standen grundherrlich teilweise, niedergerichtlich ganz unter der Herrschaft Jegenstorf im kyburg., ab 1406 bern. Landgericht Zollikofen und kamen 1803 zum Oberamt Fraubrunnen. Beide Zelgsiedlungen mit gemeinsamem Weidgang gingen im 19. Jh. zur Milchproduktion über. Durch Privatisierung und Verkauf der Wälder auf Gemeindegebiet im 19. Jh. sind zu Beginn des 21. Jh. Einheimische zu einem, Auswärtige aber zu zwei Dritteln Waldeigentümer. 1795 schlossen sich die Weiler zur Schulgemeinde zusammen; anstelle des in der 2. Hälfte des 20. Jh. eingegangenen Schulgemeindeverbands S.-Bangerten bestand zu Beginn des 21. Jh. eine Schulkoordination mit Iffwil, Jegenstorf und Zuzwil. 2007 übernahm die Gemeindeschreiberei Iffwil die Kanzleitätigkeit von S. In dem noch immer landwirtschaftlich geprägten Ort mit etwas Kleingewerbe kam es 1979-94 zur Güterzusammenlegung.


Literatur
– R. Marti, Die kleine bern. Landgem. S., 1981
– B. Kiener et al., Gesamtmelioration Ballmoos, Iffwil, S., Zuzwil: Schlussber. 1979-1994, 1995
– R. Walker, Bauinventar der Gem. S., 2009

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler