No 16

Kaiser, Niklaus

geboren 20.4.1806 Biberist, gestorben 3.11.1869 Solothurn, kath., von Biberist. Sohn des Urs, Wirts, und der Anna Maria geb. Schwab, von Seewen. Ab 1831 Geometer und Fruchtkommissär, wurde K. 1839 nach der Revision der Forstverordnung zum Oberförster gewählt. Er war wesentlich an der Neuorganisation der Forstverwaltung im Kt. Solothurn beteiligt, die infolge der Abtretung der Wälder an die Gem. und der fortschrittlicheren Waldbewirtschaftung notwendig geworden war. 1837-39 Mitglied des Kl. Rats des Kt. Solothurn; 1841-56 Regierungsrat (1849, 1851, 1852 und 1854 Landammann) und Forstdirektor, gleichzeitig weiterhin Oberförster. K. schuf 1852 die Gesetzesgrundlage für die Bezirksförsterbesoldung und 1857 das Forstgesetz. Nach 1856 bekleidete er nur mehr das Amt des Oberförsters, bis er wegen Amtspflichtverletzungen 1868 zum Rücktritt gezwungen wurde.


Literatur
– A. Blöchlinger, Forstgesch. des Kt. Solothurn von ihren Anfängen bis 1931, 1995, 326 f.

Autorin/Autor: Thomas Wallner