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Farner, Rudolf

geboren 16.6.1917 Zürich, gestorben 10.3.1984 Zürich, ref., von Horgen und Oberstammheim. Sohn des Ulrich, Anwalts, und der Maria Theresa geb. Gross. ∞ 1) 1944 Elisabeth Schuler, Bratschistin, Tochter des Hans-Werner, Ingenieurs, 2) 1973 Lilian Plocher, Tochter des Willy Karl. 1936-43 Stud. der Rechte an der Univ. Zürich, 1946 Dr. iur. Tätigkeit als Journalist, 1941-45 Leiter der Abteilung Vorunterricht der Militärdirektion des Kt. Zürich, 1946-47 Direktor der Air-Union, 1948-49 Ausbildung in Marketing, Verkauf und Werbung in den USA. 1950 Gründung der Dr. Rudolf Farner Werbeagentur AG in Zürich, die bald nach Deutschland, Belgien, Holland, Italien und Österreich expandierte, 1973 Bildung der Intermarco-Farner Gruppe (heute Publicis). 1951 Gründung des Pressebüros Dr. Rudolf Farner (1961 Dr. Rudolf Farner Public Relations Agentur). Oberst im Generalstab. 1953-73 Dozent an der Hochschule St. Gallen. 1956 Mitbegründer des Vereins zur Förderung des Wehrwillens und der Wehrwissenschaft (VFWW), 1974 der Aktion Freiheit und Verantwortung. 1980-84 Präs. der Schweiz. Werbewirtschaft und des Schweiz. Werberats. F. übernahm früh amerikan. Werbemethoden, machte seine Agentur, die eine internat. Kundschaft hatte, zu einer der grössten Europas. Als Pionier der organisierten, kommerziellen Öffentlichkeitsarbeit und Interessenvertretung beeinflusste er die polit. Meinungsbildung im Sinne der freien Marktwirtschaft. Sein Pressebüro führte u.a. mit dem VFWW die Kampagne für das Konzept einer hochmechanisierten mobilen Kampfführung sowie eine mit Atomwaffen ausgerüstete Luftwaffe. Später machte es PR für die Atomwirtschaft.


Literatur
– J. Frischknecht et al., Die unheiml. Patrioten, 51984
NZZ, 12.3.1984
– A. Richner, Panzer, Mirages und die nukleare Option, Liz. Univ. Bern, 1996

Autorin/Autor: Markus Bürgi